Impfdesaster – oder: Corona kann mich mal!

Oder auch: Warum ich mich wohl erstmal nicht impfen lassen werde. Oder vielmehr: Warum ich mich wohl erstmal nicht impfen lassen kann. Eine kleine Impf- oder auch Nicht-Impf-Geschichte. Und warum mir der ganze Hickhack mittlerweile ziemlich auf den Nerv geht.

Vorweg sollte ich erwähnen, dass ich üblicherweise zwar meine Aussagen durch Belege und Quellen untermauere, aber diesmal werde ich darauf verzichten. Google ist des Lesers Freund, ich habe mich bereits mit den Quellen beschäftigt, Screenshots angefertigt usw., aber mir ist es für diesen Beitrag nun einfach zu mühsam, das alles jetzt nochmal zu wiederholen, daher wird dies nun ein kleines Gedächtnisprotokoll.

Herzliche Grüße von der Bundesregierung!

Es war der 16.01.2021, da flatterte mir ein Brief von der Bundesregierung oder vielmehr meiner Krankenkasse ins Haus, beiliegend zwei Gutscheine für die vergünstigten FFP2-Masken zur Abholung gegen den obligatorischen Betrag von zwei Euro in der Apotheke. Nanu, dachte ich, also gehörte ich aufgrund der Kranken-Vorgeschichte nun also doch zu einer Risikogruppe? Als ich meine letzte Kontrolluntersuchung Anfang Dezember 2020 hatte, war die Maßnahme der Bundesregierung noch nicht beschlossen worden, insofern hatte ich zu der Zeit nicht weiter nachgefragt. Infolge dessen auch nicht die drei FFP2-Masken abgeholt, die zuvor verteilt worden waren, und auf die ich ebenfalls Anspruch gehabt hätte. Aber immerhin – gut zu wissen, schließlich war dies eine Art offizieller Bestätigung, weshalb ich mich infolge dessen auch etwas näher mit der Impf-Reihenfolge auseinander gesetzt habe.

Interessant wurde es dann Ende Februar 2021, denn am 08.02.2021 war eine Coronavirus-Impfverordnung beschlossen bzw. veröffentlicht worden, die unter anderem eine Impf-Priorisierung vorsah. Im Netz gab es Web-Sites, die nach Eingabe einiger Parameter wie Alter und Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe je nach medizinischer Indikation eine Schätzung eines möglichen  bzw. frühesten Impftermins bereitstellen. Neugierig wie ich war, habe ich alle Daten wahrheitsgemäß angegeben und war tatsächlich überrascht, dass diese grobe Schätzung eine Datumsspanne von Anfang bis Mitte März ausspuckte. Sollte ich tatsächlich so früh einen Termin zur Corona-Impfung erhalten? Natürlich sind diese Schätzungen ungenau, von wegen bei soundsovielen Impfungen pro Woche, falls das Tempo beibehalten werden würde und so weiter, und andererseits wollte ich den bekannten Risikogruppen auch keinen Impfstoff “wegnehmen”. Denn natürlich hatte und habe ich nach wie vor Verständnis, wenn etwa akut erkrankte Personen oder eben die Gruppe der über 80-jährigen Menschen wesentlich höher priorisiert wurde. Aber die Neugier war geweckt, denn laut der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Impfverordnung gehörte ich zur Gruppe der Personen mit “hoher Priorisierung”.

Herr Doktor, ich hätte da mal eine Frage…

Nach dem Motto “Fragen kost’ nix” habe ich mich daraufhin mit meinem mich regelmäßig untersuchenden Arzt in Kontakt gesetzt und einfach mal locker per Mail nachgefragt, ob es wirklich stimmen kann, d.h. ob ich tatsächlich zu jener Risiko- und damit priorisierten Gruppe gehörte, und andererseits interessierte mich auch seine Meinung, d.h. ob er mir die Impfung überhaupt empfehlen würde. Schließlich gehörte er zu denjenigen Medizinern, denen ich weitaus mehr vertraue als etwa Herrn Prof. Dr. Lauterbach als Impfungs-Werbetrommel rührenden, aber keine Talkshow auslassenden Chef-Orakel-Pessimisten.

Etwa eine Stunde später erhielt ich einen Anruf von einer der Arzthelferinnen, sie würden mir einen Attest zur Vorlage beim Impfzentrum ausstellen. Whow. Das war mal ein Service, alle Achtung! Und das alles ohne nochmal persönlich vorzusprechen oder ähnliches, aber sie hatten ja andererseits alle notwendigen Daten, trotzdem war ich aufgrund der Geschwindigkeit sehr positiv überrascht. Zwei Tage später hatte ich den Attest im Briefkasten, alles schön beschrieben, ich wäre in regelmäßiger medizinischer Betreuung und nach der Coronavirus-Impfverordnung lägen “die Voraussetzungen für eine SARS-Cov-2-Schutzimpfung mit hoher Priorität vor”.

Zur Impfung? Nein, doch, ohhh!

Wunderbar, so dachte, ich dann schauen wir mal, wie und wo man sich anmelden kann. Tja, und an dieser Stelle begann die Zuversicht dann ein wenig zu bröckeln. Da gab es diese tolle Website, bei der die URL die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist, natürlich ergänzt um die TLD “.de”. Na schön, mit dieser URL werde ich nicht warm, aber dort sollte man sich für einen Impftermin anmelden können.

Allerdings musste man zunächst das Bundesland auswählen, denn aus welchen Gründen auch immer hat jedes Bundesland unterschiedliche Regelungen und manche sogar eine eigene Anmelde-Seite. An dieser Stelle sträubten sich mir schon einige Nackenhaare. Und in NRW musste ich sogar die Zuständigkeit der kassenärztlichen Vereinigung wissen. Bitte? Was zur Hölle..? Was hatte ich mit der kassenärztlichen Vereinigung zu tun? Wenn ich beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern bin und dort erkranke, gehe ich zum Arzt, zeige meine Versicherungskarte, und fertig. Als sich mein Arzt vor mittlerweile vier Jahren über die erste Diagnose gewundert hatte, und weitere Spezialisten mit ins Boot nehmen wollte, hatte er sich an zwei Stellen in Hamburg und Hessen gewendet, während er sich in NRW befand. Das muss ja auch irgendwie abgerechnet worden sein, aber nun soll ich für eine einfache Anmeldung die kassenärztliche Vereinigung wissen?

Zugegeben, die Auswahl ist einfach, es gibt ganze zwei an der Zahl, und wenn man schon im Rhein-Erft-Kreis wohnt, liegt die Vermutung nahe, dass auch die Vereinigung “Nordrhein/Rheinland” zuständig war. Dennoch war dies bereits ein in meinen Augen völlig unsinniger und unnötiger Schritt. Aber gut, wie kann ich mich nun anmelden, und wann würde ich einen Impftermin erhalten?

Impfdesaster im Netz der Netze

Die Antwort: Gar nicht. Denn in NRW konnte man sich zu dem Zeitpunkt nicht anmelden. Oder vielmehr nur, wenn man persönlich mit Brief, Siegel und Code eingeladen worden war, und das war nur die Gruppe der Personen über 80 Jahre. Klingt sinnvoll? Naja, nicht wirklich. Was hätte dagegen gesprochen, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen, die der Reihe nach abgearbeitet wird? Analog zu den Vorbestellungen bei Amazon & Co.? Wenn sich dann etwas ändert, etwa mehr Impfdosen bereit stehen, oder weniger geliefert würde, oder auch Personen in der Reihenfolge vor mir nicht zu den Impfungen erscheinen usw., hätte man zeitnah informiert werden können. Eine Anmeldung hätte ich mir in etwa so vorgestellt: Angesichts des Wohnortes wird eine Umkreissuche ausgeführt, man erhält Vorschläge zum Impfzentrum, aber wird auch gefragt, wie schnell man reagieren kann, ob man mobil ist etc.. Wenn beispielsweise in einem Impfzentrum in Bonn oder Köln Impfstoff verfügbar wäre, hätte ich mich auch dorthin bewegen können, anstatt nun unbedingt das Impfzentrum im Rhein-Erft-Kreis zu nutzen. Andere Personen sind vielleicht weniger flexibel, oder auch weniger mobil, und wären so auf das nächstliegende Impfzentrum angewiesen. Man hätte mit einem flexiblen Vorgehen für eine gleichmäßige Auslastung sorgen können und müsste weder Impfstoffe entsorgen, noch eine “Verlosung” durchführen. Kein Witz, ich habe es heute Morgen noch gelesen, obwohl der erste April schon lange vorbei war. Aber gut, Bundesregierung, ach nein, Landesregierung und halbwegs moderne Technologien… Oder dass plötzlich 100.000 Impfdosen freigegeben werden, woraufhin die Freischaltung für jene Anzahl von Impfungen erfolgt, und sich dann alle Interessenten virtuell darum prügeln, die Server natürlich nicht skalieren und somit in die Knie gehen. Weil dies natürlich niemand vorhersehen konnte – das Weihnachtsfest kommt ja alle Jahre wieder auch immer so überraschend!

Richtig absurd wurde es jedoch, als ich gesehen hatte, dass sich Personen der Risikogruppe “hohe Priorität” in anderen Bundesländern bereits anmelden konnten. Also nicht in allen, aber in manchen. Muss ich erwähnen, dass alle Web-Sites zur Anmeldung unterschiedlich waren? Neben unterschiedlicher Regelung und Priorisierung auch unterschiedlich gestaltet, manche sogar auf Smartphone optimiert, was ziemlich idiotisch ist, wenn man mit einer 4K-Auflösung auf dem Desktop arbeitet, aber einem dort ein ziemlich dünner Anmelde-Streifen angezeigt wird. Halten wir also fest – nur durch den Umstand, dass ich in NRW wohne, konnte ich mich nicht zur Impfung anmelden. In anderen Bundesländern wäre eine Voranmeldung möglich gewesen, wobei die Priorisierung sich auch noch einmal unterschieden hat, von wegen über 60 Jahre oder nicht, oder wie, oder was… Insgesamt wirkte diese Situation letztlich wie ein amateurhaft zusammengeklöppeltes Chaos.

Kein Wunder, dass zu dieser Zeit – es war inzwischen Anfang März der Hashtag #Impfdesaster im Twitter-Trend zu finden war. Auf einen Anruf habe ich übrigens verzichtet – wir haben 2021, und wenn einem die Web-Site bereits sagt, man soll die Anmeldung doch lieber online durchführen, weil man ansonsten wahrscheinlich lang und länger in der Warteschleife hängt, wollte ich diesem Vorschlag gerne folgen.

Impfdesaster im Kreis

Ebenfalls postete zu dieser Zeit der Rhein-Erft-Kreis einige Informationen zum Impfablauf auf Facebook, darüber hinaus waren Neuigkeiten auf der Web-Site des Kreises zu finden. Achtung, jetzt wurde es kompliziert. Also zumindest komplizierter als zuvor. Ich scherze? Leider nein. Denn zu allem Überfluss gab es auch noch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und da sich die URL mit “mags.nrw” abkürzt, verwende ich nun auch der Einfachheit halber “MAGS”. Dort waren ebenfalls weitere Informationen zum Impfablauf zu finden, einschließlich Priorisierung, ein paar Daten, wann wie wer wo vielleicht oder auch nicht geimpft werden könnte.

Impfdesaster im Land

Also – wir schreiben Anfang bis Mitte März. Auf der MAGS-Seite wurde eine tolle Grafik veröffentlicht, in der die Impfreihenfolge zu finden war. Ich, zur Gruppe 2 mit “hoher Priorität” gehörend, war nun doch nicht mehr so hoch priorisiert. Tatsächlich wurden inzwischen einige Gruppen vorgezogen, die zuvor in der Gruppe der “erhöhten” Priorität waren, etwa Lehrer und Erzieher sämtlichen Geschlechts, und noch einige andere. Man möge mir verzeihen, dass ich mir nicht alle Gruppen gemerkt habe, die Informationen ändern sich auf den Web-Seiten auch ständig, so lässt sich die Meldung jetzt natürlich nicht mehr im Archiv finden.

Der Grund lag unter anderem in einer Ergänzung zur Impfverordnung. Diese Ergänzung wurde Ende Februar 2021 veröffentlicht, unterschrieben vom allseits beliebten Bankgesundheitskaufmannminister Spahn. Ach so, ich hatte ganz vergessen – laut Ablauf zur Impfung des MAGS sollte meine Gruppen-Wenigkeit gegen Ende März 2021 ein “Impfangebot” erhalten. Wie dieses “Impfangebot” aussehen sollte, ob er per Post, Brieftaube oder schimmelreitenden Boten zugestellt werden würde, hat sich mir nicht erschlossen. Es hätte ja so einfach sein können, wenn man sich einfach vorab mit medizinischer Indikation hätte registrieren können, “E-Mail” ist gerüchteweise bereits erfunden, sogar in Neuland…

Kleine Anekdote nebenbei – natürlich musste ich nach der Ausstellung des Attests noch einmal persönlich bei der Arztpraxis vorbei schauen. Nicht etwa zwecks Untersuchung, sondern weil die Versichertenkarte eingelesen werden musste. Die Arztpraxis muss sich schließlich an die gesetzlichen Regelungen halten, und da ich in jenem Quartal ansonsten keinen weiteren Termin hatte, blieb mir nichts Anderes übrig, als diesen Weg mit potenzieller Ansteckungsgefahr auf mich zu nehmen. Deutscher Bürokratieirrsinn in Reinkultur, denn wieso man vollkommen identische Daten im schlimmsten Fall quartalsweise neu einlesen lassen muss, erschließt sich wohl niemandem, der noch alle Sinne beisammen hat. Bei Änderungen – einverstanden, das wäre logisch und verständlich.

Impfdesaster bei Social Media

Ich habe mich in dieser Zeit sogar mit meiner Frage an den Rhein-Erft-Kreis gewendet, nachdem dieser wieder ein Posting auf Facebook zum aktuellen Stand abgesetzt hatte. Tatsächlich wurde mir schnell geantwortet, auch wenn es nicht gerade zur Entwirrung beigetragen hat. Man erinnere sich – es wurden laut Ergänzung der Impfverordnung Personengruppen zusätzlich in die Gruppe “hohe Priorität” aufgenommen. Diese würden laut Info der Web-Site des Rhein-Erft-Kreises dann auch benachrichtigt, wenn sie an der Reihe sind. Das MAGS nannte zu der Zeit ebenfalls einige Datumsangaben. Das Interessante dabei: Innerhalb der Gruppe der “hohen Priorität” hat das Land NRW noch einmal eine Unter-Priorisierung vorgenommen! So wurden einige Untergruppen der Gruppe höher priorisiert als andere. In der Impfverordnung der Bundesregierung hatte ich hingegen keine Unter-Priorisierung gesehen, dort waren einfach alle Personengruppen aufgelistet.

Der oder die freundliche Mitarbeiter-in schrieb mir ebenfalls, dass nicht bekannt sei, wann ich ein “Impfangebot” wahrnehmen könne, dazu müssten meine “Umstände” genauer bekannt sein, aber ich könne sichergehen, das sie “breit informieren” würden, wenn weitere Gruppen zur Impfung zugelassen würden. Aha. Tja, nur laut Bundesregierungs-Impfverordnung war es eigentlich klar – “hohe Priorität”, ein Attest konnte ich vorweisen, allzu kompliziert konnte dies doch nicht sein? Fazit zum Zeitpunkt Anfang März: Das MAGS wollte zu einem nicht näher genannten Datum “Ende März” ein Impfangebot unterbreiten, aber eigentlich wusste niemand Genaueres.

Impfdesaster, und kein -angebot

Nun schreiben wir fast Mitte April, ich hätte als mein Impfangebot erhalten sollen, die Impfung vielleicht sogar schon wahrnehmen können, oder? Weit gefehlt – wer denkt, das wäre das Ende dieser inzwischen recht langen Geschichte, den muss ich leider enttäuschen. Einen Kommentar zum Desaster und Chaos rund um AstraZeneca erspare ich mir an dieser Stelle, ich wartete jedenfalls erst einmal das unbestimmte Datum “Ende März” ab, nach wie vor mit meinem Attest auf dem Tisch.

Auf der MAGS-Website tat sich “Ende März” noch nichts, nach wie vor fand sich dort die Grafik zur Impf-Priorisierung, inzwischen ergänzt durch mysteriöse Angaben von wegen Anfang April sollen irgendwie Hausärzte mit-impfen dürfen, und Personen über 70 Jahre sollen ebenfalls zeitnah ihre Impfung erhalten usw., für mich an dieser Stelle weniger relevant, immerhin gehörte ich eigentlich zur selben Gruppe. Wenige Tage später wurde es schon interessanter…

Prioritäten-Rätsel

Denn, inzwischen Anfang April 2021, wurden auf der MAGS-Seite einige Angaben aktualisiert. Da war nun von Personen mit bestimmten, anderen Vorerkrankungen die Rede, und diese wurden auch in der Grafik genannt. Nur fand ich zu meiner Überraschung an dieser Stelle tatsächlich nicht mehr die Angaben zu meiner Personengruppe bei der “hohen Priorität”. Nanu? Was war denn da passiert? Reichten die Impfstoffe nun gar nicht mehr aus oder handelte es sich um einen Fehler?

Natürlich war ich neugierig geworden, wieso ich nun einfach so – und natürlich ohne jegliche Erklärung nun in die Gruppe der “erhöhten Priorität” migriert worden war. Muss ich erwähnen, dass ich mir hierzu eine klare, eindeutige und auf den ersten Blick zu findende Kommunikation gewünscht hätte? Was ich hingegen fand, war so ziemlich das Gegenteil davon.

Prioritäten-Lesung: STIKO – K.O.!

Des Rätsels Lösung fand sich tatsächlich erst auf den Web-Seiten des Robert-Koch-Instituts (RKI), und dort auch nicht etwa auf den Einstiegsseiten zum Thema Corona- oder SARS-Cov-2-Virus, sondern in den schier unendlichen Weiten der Archive des “Epidemiologischen Bulletins”. Also PDF-Dokumente, die für medizinisches Personal sicherlich hochinteressant, aber für mich als Laien und potenziellen Impf-Interessenten eher abschreckend sind.

Ich habe mich dennoch durch die beiden relevanten Ausgaben gekämpft, zusammengefasst fand sich dabei Folgendes: Das RKI gruppiert und priorisiert aufgrund von Daten zum Risiko schwerer Erkrankungsverläufe. Diese Daten ändern sich unter Umständen im Zeitverlauf, bzw. aufgrund neuerer Erkenntnisse ergeben sich auch möglicherweise neue Einschätzungen. Klingt abstrakt, ist es auch.

In einem der Bulletins von – soweit ich mich erinnere – Anfang Januar wurde von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ein Zahlenwert des Risikos (wie erwähnt bin ich aktuell nicht gewillt, mir diese epischen Texte noch einmal durchzulesen, daher aus dem Kopf notiert) von 1,5 definiert. Wenn eine Personengruppe ein höheres Risiko als 1,5 für eine schwere Erkrankung hat, dann wurde sie der “hohen Priorität” zugeschrieben. Bei einem Wert bis 1,5 gehört diese Gruppe jedoch nur zur “erhöhten Priorität”. Ich vermute stark, dass die nächst untere Schwelle die 1,0 ist, so dass alle Personen ohne weiteres Risiko darunter liegen, was dann die Impfung “für alle” bedeuten würde.

Oha! Wissenschaftlich und statistisch durchaus alles nachvollziehbar und verständlich, doch wieso hatte sich meine Priorisierung nun geändert? Ganz einfach – im “Epidemiologischen Bulletin” mit Datum Anfang Januar wurde meine Vorerkrankung mit einem Wert höher als 1,5 beziffert. Ergo gehörte ich zur Gruppe der “hohen Priorität”. In einem späteren Bulletin von Anfang Februar wurde meiner Vorerkrankung inzwischen ein Wert von1,25 zugeordnet. Damit landete ich in der Gruppe der “erhöhten Priorität”.

Corona und Passierschein A 38

Nun gut, neue Erkenntnisse, man lernt nie aus und so weiter. Einerseits ja. Andererseits sind die genauen Datumsangaben interessant. Denn bevor ein Gesundheitsimmobilienminister Spahn eine Impfverordnung unterschreibt, muss diese erst einmal erstellt werden. Das Zusammenschustern übernimmt nicht etwa Herr Spahn persönlich, sondern wird von irgendeinem Referenten erledigt. Und so verging erst einmal Zeit, und zwar basierte die Impfverordnung vom 08.02.2021 auf der STIKO-Empfehlung vom Januar 2021. Nun gab es am 10.03.2021 eine neue Impfverordnung. Eine Übersicht findet sich übrigens auf der FAQ-Seite der Bundesministeriums für Gesundheit. (Das wird auch der einzige Link dieses Artikels bleiben.)

Diese Impfverordnung vom 10.03.2021 basiert jedoch auf der STIKO-Empfehlung, die im Epidemiologischen Bulletin zu lesen ist, das bereits Anfang Februar, also vor dem 08.02.2021 (Datum der ersten Impfverordnung) veröffentlicht wurde! Ist natürlich toll, wenn der Referent fürs Copy&Paste jedes Mal vier Wochen braucht, bis sein Chef endlich seinen Stempel darunter setzen kann. Somit war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Impfverordnung vom Februar bereits bekannt, dass sich die Einteilung der Priorisierung ändern würde!

Corona? Nein, Danke!

Mein Attest kann ich nun vermutlich nach Belieben an die Wand nageln oder verbrennen, es gibt auch im April wieder eine Neufassung der Impfverordnung, veröffentlicht am 01.04.2021 (ich assoziiere damit irgendwie “April, April!”). Und inzwischen habe ich auch ehrlich gesagt gar keine Lust mehr, mich mit diesem ganzen Kram zu beschäftigen. Einerseits gibt es so viele Themen, die mich weitaus mehr interessieren als diverse neue Einschätzungen von Risikogruppen zu verfolgen oder mir jede Aktualisierung von Impfverordnung, Personengruppen, Reihenfolgen, Impfstoff-Vergabe oder gar -Verlosung, Berechtigungen für Terminvergaben oder ähnliches anzusehen, vor allem, weil sich scheinbar täglich wieder irgendwas daran ändert. Andererseits habe ich die bisherige Zeit der Pandemie auch überlebt, und wer weiß, vielleicht hatte ich sogar bereits Bekanntschaft mit Corona, und habe es nicht einmal bemerkt? Es wäre immerhin im Rahmen des Möglichen, wenn man sich die doch sehr unterschiedlichen Verläufe einmal vor Augen führt.

Und bis ich tatsächlich einmal ein “Impfangebot” erhalte, werde ich angesichts des bisherigen Impfchaos, respektive Impfdesasters wahrscheinlich früher aus der Risikogruppe der Vorerkrankten heraus fallen, als dass einem eine zeitgemäße Art der Registrierung ermöglicht wird. Herzliche Grüße an die Bundesregierung, und Danke für nichts!

Update 04.05.2021

Man könnte ja mal wieder in die diversen, sich permanent ändernden Impfdesaster-Verordnungen hineinschauen – so mein Gedanke am heutigen Morgen. Denn immerhin ist es bereits Anfang Mai – hatte ich nicht unlängst etwas von “Impfangebot Ende März” für die Personen der Priorisierungsgruppe 3 gelesen? Ach ja, nichts ist so alt wie die Impfangebote von gestern. Immerhin gehöre ich laut der neuesten Corona-Impfverordnung des Bankkaufmann-Ministers Herrn Spahn nach wie vor zur Gruppe 3, §4 “Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität”. Von einem Impfangebot fehlt natürlich jede Spur, stattdessen begnügt man sich mit Angeboten zu Ausgangssperren.

Bemerkenswert ist jedoch die Unfähigkeit des “Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen”, Herrn Karl-Josef Laumann und/oder seiner Untergebenen, die auf der offiziellen Informationsseite zum Impfablauf im schlechtregiertesten Bundesland aller Zeiten einen wirklich besonderen Blödsinn produziert haben. Bei der Gruppe 3 “Erhöhte Priorität” ist man offensichtlich nicht einmal fähig, die Coronavirus-Impfverordnung zu lesen oder wenigstens die relevanten Abschnitte per Kopieren und Einfügen zu übernehmen. Da sich die Texte sowieso ständig ändern, habe ich mal wieder einen Screenshot angefertigt:

Nach dieser Definition wäre ich genaugenommen nicht in der Gruppe 3. Die verlinkte Übersicht hingegen ist korrekt, und auch die aktuelle Impfverordnung des Bundes sagt etwas Anderes. Aber laut Coronavirus-Impfverordnung gehöre ich nicht mehr zur Gruppe 2, aber in NRW eben auch noch nicht zur Gruppe 3. Klingt logisch., nicht wahr? Mittels eines kleinen Nebensatzes hinaus befördert! Wie lebt es sich eigentlich in Mecklenburg-Vorpommern oder ähnlichen Gefilden..?

Aber vielleicht hat Herr (Sch)Laumann ja auch eine neue, zwischendimensionale, fraktale Gruppe entworfen und voller Stolz Herrn (F)Laschet präsentiert, der das Nachdenken inzwischen vollends aufgegeben hat und zum Nichtdenken übergelaufen ist. Aber warum wundere ich mich eigentlich? Dass bei Herrn Laschet öfter mal etwas verloren geht, ob nun Klausuren, oder die eine oder andere Personengruppe, wundert doch eigentlich niemanden mehr. Nur schade, dass auch die Wählerinnen und Wähler zu einer gewissen Vergesslichkeit neigen…

Update 18.05.2021 – Erste Corona-Impfung!

Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder. Wobei sich das ausdrücklich nicht auf die Bundesregierung, das Land NRW oder den Rhein-Erft-Kreis bezieht. Aber der Reihe nach.

Tatsächlich hatte ich das Thema Corona-Impfung in der Zwischenzeit erstmal beiseite gelegt. Die Motivation, alle paar Tage immer mal wieder nach geänderten Richtlinien, Impfplänen oder gar möglichen Anmeldungen für eine Impfung im Impfzentrum Ausschau zu halten, hatte bei mir doch sehr stark nachgelassen. Nur um ein Beispiel der chaotischen Regelungen zu geben – während auf der Ministeriums-Website bzgl. Gruppe 3 noch immer zu lesen ist, dass die Impfungen “in absehbarer Zeit” starten würden (eine interessante Formulierung, also kann sich diese Zeit ziehen wie Gummi…), gab es auf der Web-Site des Rhein-Erft-Kreises eine FAQ-Seite, auf der zu lesen war, dass für die Prioritätsgruppen 2 und 3 die Impfmöglichkeit bei den Hausärzten abgeklärt werden solle. Oder der Arzt möge in einem Attest Vorerkrankungen nach §3 (Priorität 2) oder §4 (Priorität 3) bescheinigen, so dass die Impfung bei den “niedergelassenen Ärzten” stattfinden soll. Bemerkenswerterweise ist die FAQ-Seite inzwischen verschwunden und durch eine noch unklarere Seite ersetzt worden, die Terminvergabe erfolge durch die Praxen, hier wurde gar nicht mehr auf eine Prioritätsgruppe eingegangen, dafür finden sich diverse Bescheinigungen für Berufsgruppen zur Impfung entweder im Impfzentrum oder aber bei Ärztinnen. Blickt noch jemand durch? Ich jedenfalls nicht.

Umso überraschter war ich, als ich am Freitag, den 14.05.2021 einen Anruf von der Arztpraxis erhielt, die mir auch das sehr weit oben erwähnte Attest ausgestellt hatte. Zunächst wurde ich gefragt, ob ich bereits geimpft sei, schließlich hatten sie mir vor gut zweieinhalb Monaten das Attest zugeschickt, immerhin war ein gewisser Grad der Wahrscheinlichkeit einer Impfung somit gegeben. Nachdem ich dies verneint hatte, folgte die Frage, ob ich Interesse an einer Impfung hätte, denn in der Praxis würden auch Impfungen vorgenommen werden und ich könne mich dafür vormerken lassen. Nun habe ich nächsten Monat den nächsten Kontrolltermin zur Nachsorge, weshalb ich zunächst fragte, ob das evtl. zusammen erledigt werden könnte, aber die Dame meinte, dass die Impfung möglicherweise bereits früher erfolgen würde.

Nun gut, Vormerkung klingt erstmal nach mindestens einigen Tagen, wenn nicht zwei, drei oder mehr Wochen Wartezeit, so zumindest mein Gedanke, also willigte ich ein uns ließ mich auf die Liste setzen.

Doch bereits am darauffolgenden Montag, den 17.05.2021 – ich hatte noch nicht einmal gefrühstückt – erhielt ich den nächsten Anruf, und damit auch den Termin für genau einen Tag später, am 18.05.2021! Whow! Das ging nun wirklich fix! Und wesentlich schneller als gedacht.

Diese Chance wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und begab mich auf die Suche nach meinen bisherigen Impf-Dokumenten, die mussten doch noch irgendwo zu finden sein…

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich bereits einen sehr positiven Eindruck von dieser Facharztpraxis hatte, der sich immer wieder bestätigt. Das betrifft das gesamte Praxisteam, von Empfang über Labor bis hin zu Therapien, ich wurde jederzeit sehr freundlich und kompetent behandelt, alle Abläufe sind hochprofessionell organisiert, so dass ich mich während der gesamten Zeit, seitdem ich im Jahr 2017 zum ersten Mal vorstellig wurde, immer sehr gut aufgehoben gefühlt habe. Ebenso kann ich von meinem behandelnden Arzt nur Gutes berichten, der nicht nur sehr kompetent und extrem sorgfältig agiert, sondern auch Kommunikation “auf Augenhöhe” bietet, und somit mein vollstes Vertrauen besitzt.

Geimpft werden sollte übrigens Comirnaty von BioNTtech/Pfizer, dabei beruhigte es mich, dass die Praxis bereits Erfahrungen im Umgang mit temperaturkritischen Medizinprodukten besitzt, was auch die Lieferkette mit einschließt.

Und so habe ich die erste Comirnaty-Dosis am 18.05.2021 um 16:30 Uhr erhalten, wobei der eigentliche Vorgang letztlich nur durch eines aufgefallen ist – und zwar, dass es einfach nichts Auffälliges dabei gegeben hat. Die Impfung verlief genauso professionell wie alle Vorgänge in der Praxis und war letztlich extrem unspektakulär. Nach der Spritze folgte die Warte- und Beobachtungszeit, währenddessen erhielt ich den ausgefüllten Impfpass zurück sowie den Termin für die Zweitimpfung in sechs Wochen – auf den Tag genau.

Während der Zeit in der Praxis habe ich noch die zuvor heruntergeladene SafeVac-App des Paul-Ehrlich-Instituts genutzt, um meine Daten bzgl. etwaiger gesundheitlicher Beschwerden dort einzutragen. In genau bestimmten Abständen fragt die App diese ab, wodurch man zumindest einen kleinen Teil zur Studie über die Verträglichkeit der Impfstoffe beitragen kann. Ein netter Nebeneffekt – da die Studie die Eingabe der Chargennummer des Impfstoffs voraussetzt, und diese direkt geprüft wird, erfährt man gleich noch, ob diese Chargennummer valide ist oder nicht.

In den ersten Stunden nach der Impfung habe ich tatsächlich überhaupt nichts gespürt. Am heutigen und somit nächsten Tag merke ich nichts außer einem leichten Druck rund um die Einstichstelle, es wäre vermessen, dies “Beschwerden” zu nennen, sondern es ist eher vergleichbar mit einem Muskelkater. Das kann von meiner Seite aus auch gerne so bleiben, davon ausgehend, dass dieser Druck nach kurzer Zeit wieder verschwindet.

Natürlich werde ich auch weiterhin vorsichtig sein und alle bisherigen Maßnahmen bzgl. Abstandsregelungen oder des Tragens von Masken einhalten, sofern sie mir logisch und sinnvoll erscheinen. An meiner Kritik mancher Maßnahmen wie etwa Ausgangssperren hat sich dennoch nichts geändert, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Und dank des durchaus nicht ungern praktizierten “Social Distancing” wird mir hoffentlich der Ansteckung-trotz-Impfung-Horst-Effekt erspart bleiben…

Update vom 10.07.2021 – der 29.06.2021, die zweite Corona-Impfung

Nun ist es schon ein paar Tage her seit der zweiten Corona-Impfung, die auf den Tag genau sechs Wochen nach der ersten stattgefunden hat, d.h. am 29.06.2021. Somit gilt, dass ich genau ab dem 13.07.2021 den angestrebten vollen Impfschutz genießen werde. Einen Ausblick auf die nächste Zeit möchte ich gar nicht wagen, dazu ist das Geschehen zu dynamisch, beispielsweise was die Delta-Variante und deren Auswirkungen anbetrifft. Sicher ist, die nächste Mutation kommt bestimmt, und vielleicht werden im weiteren Verlauf auch Auffrischungen des Impfstatus notwendig sein.

Die Impfung an sich verlief genauso unspektakulär wie die erste, das Prozedere war nun bereits bekannt. Zu Beginn wurde mir jedoch zusätzlich ein Formular zum Datenschutz ausgehändigt, das zu unterschreiben war, wenn man den digitalen Impfnachweis erhalten wollte. Natürlich war ich sehr daran interessiert, die entsprechenden Unterlagen direkt von der Praxis zu erhalten. Somit wurde mir nach erfolgter Impfung nicht nur der Impfpass ausgehändigt, sondern auch zwei ausgedruckte Seiten (je eine für die erste und zweite Impfung), auf denen alle Informationen zur Impfung zu finden waren. Neben den Angaben über Impfstoff, dem Sinn und Zweck der Bescheinigung usw. befanden sich auch der für die Verwendung der entsprechenden Apps benötigte QR-Code sowie rudimentäre Daten zu meiner Person darauf.

Wieder einmal war ich vom Ablauf in der Praxis begeistert, erneut war alles hervorragend organisiert und auf der Höhe der Zeit, denn immerhin steht diese neue Infrastruktur erst ab Mitte Juni 2021 zur Verfügung. Und das direkte Aushändigen ersparte mir den Weg zur Apotheke oder einen weiteren Besuch in der Praxis.

Da über den digitalen Impfnachweis schon genug geschrieben wurde, verweise ich an dieser Stelle auf die offiziellen Fragen und Antworten des Bundesministeriums für Gesundheit. Da die Corona-Warn-App alle notwendigen Funktionen für das digitale Impfzertifikat beinhaltet, und ich mir auch keine zusätzliche App installieren wollte, probierte ich das Einscannen des QR-Codes natürlich schnell aus. Kurzum – es funktionierte. Die Corona-Warn-App zeigte fortan unter “Zertifikate” an, dass die Impfung erfolgt sei, jedoch ist der digitale Impfnachweis aktuell noch ausgegraut, da der vollständige Impfschutz erst 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht. Die App zeigt dementsprechend den Countdown in Tagen an, anschließend müsste dort das digitale Impfzertifikat vollständig inkl. QR-Code zur Verifizierung durch Dritte dargestellt werden. Fast überrascht es mich, dass eine solche Lösung in recht kurzer Zeit sogar EU-weit aufgebaut werden konnte, wobei mir am besten gefallen hat, dass die EU-Kommission sich tatsächlich mit einer Definition einer zentralen Schnittstelle zur Signaturprüfung beschäftigt hat und die Entwicklung ungewöhnlich offen stattfindet.

Von diesen Aspekten mal ganz abgesehen war ich gespannt auf die Nebenwirkungen der zweiten Impfung. Nach dem ersten Stich hatte ich nichts weiter gemerkt außer einem Gefühl, das an Muskelkater erinnerte. Diesmal war es jedoch ein wenig anders, dementsprechend konnte auch ich die entsprechenden Berichte und Beobachtungen der Ärzte bestätigen.

Am Tag nach der Impfung zeigten sich bei mir die am häufigsten genannten Nebenwirkungen in Form von Kopfschmerzen. Und diese waren doch recht heftig, so dass ich mich insgesamt ziemlich “matschig” fühlte. Als es mir im Laufe des ersten Tages dann doch ein wenig zu viel wurde, da meine Konzentrationsfähigkeit im Vergleich zum normalen Zustand merklich nachgelassen hatte, habe ich wie empfohlen die Chemie-Keule geschwungen, soll heißen, 200mg Ibuprofen gegen die Matschigkeit eingesetzt. Das hat für den ersten Tag dann auch die erhoffte Wirkung erzeugt. Nebenbei bemerkt habe ich bei mir beobachtet, dass 200mg, also die Hälfte der handelsüblichen 400mg-Tabletten aus irgendwelchen Gründen besser wirkt als wenn ich mir gleich die volle Ladung gönne. Durchaus merkwürdig, denn weiter gesponnen wäre das ein Argument für fadenscheinige Schwurbel-Medizin, aber andererseits versuche ich auch im Allgemeinen, mit einer möglichst geringer Dosierung auszukommen.

Auch am zweiten Tag nach der Impfung waren die Kopfschmerzen nach dem Aufstehen noch vorhanden. Da Kopfschmerzen auch Symptome der berühmten Sinusvenenthrombosen des Gehirns sein können, macht man sich schon einige Gedanken. Daher wollte ich auch nicht schon wieder Schmerztabletten nehmen, da ich ohne die schmerzunterdrückenden Eigenschaften besser auf meinen Körper hören konnte. Denn nach weiteren zwei Tagen derselben oder gar stärkeren “Matschigkeit” hätte ich definitiv einen Arzt aufgesucht. Glücklicherweise war das nicht nötig. Am Abend des zweiten Tages nach der Impfung lösten sich die Kopfschmerzen langsam auf, und am folgenden, d.h. dritten Tag spürte ich nichts mehr davon.

Somit würde ich mich nach der Karenzzeit nicht nur über ein geringeres Risiko, überhaupt oder zumindest schwer an COVID-19 zu erkranken, sondern auch über die eine oder andere Erleichterung im täglichen Leben freuen können – immerhin sollten Geimpfte, Getestete und Genese doch nun gleichgestellt sein?

Das war zumindest mein Gedanke. Bemerkenswerterweise gilt dies anscheinend nicht überall, auch wenn die Corona-Schutzverordnung in ihren Aussagen recht eindeutig ist. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, zu der ich mich unter “Testdeals – die Maskendeals der lokalen Ebene” geäußert habe…

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Kategorie: Meinung